Herrenhaus Roddelin

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Herrenhaus Roeddelin Uckermark

Boitzenberg

2Aus einem Meer von Buchen und Eichen ragt wie ein Märchenschloss die größte und eindrucksvollste Schlossanlage der Uckermark inmitten einer großen romantischen Parkanlage und umgeben von malerischen Wasser- und Wiesenflächen hervor. Das HerrenhausSchloss Boitzenburg ist ein historisch und architektonisch bedeutendes Herrenhaus im Boitzenburger Land in der Uckermark, ca. 110 km nördlich von Berlin und wird mitunter als „Schloss Neuschwanstein des Ostens“ bezeichnet.  Bis 1918 war es Zentrum einer der größten Standesherrschaften (mit ca. 13.900 Hektar) des Königreichs Preußen und eines der Stammhäuser des kurmärkischen Uradelsgeschlechts von Arnim.

Das erstmals 1276 urkundlich genannte Schloss wurde auf alter Siedlungsstätte im See Tytzen als Burg errichtet. Die mächtige Baugruppe der sich um zwei Höfe gruppierenden Gebäude erhielt ihre endgültige Grundrissform und Baugestalt im Verlaufe des 16. Jahrhunderts. Während sich das höher gelegene „Oberhaus“ in seiner 1537/38 erhaltenen architektonischen Form mit den für die Renaissance charakteristischen Zwerchhäusern bis heute erhalten hat, erfuhren die Baugruppen des um 1600 ausgebauten „Unterhauses“, die auf dem Gelände der einstigen Vorburg entstanden, mehrfach eingreifende bauliche Veränderungen und Erweiterungen. Aus dieser Zeit etwa, als Hans Georg von Arnim (1583–1641) auf Boitzenburg saß, rühren die aufwendigen Stuckarbeiten an der Gewölbedecke und am Kamin im Jagdzimmer des neuen Hauptflügels her, die in plastisch ausgearbeiteten Szenen Tierkämpfe und Jagdmotive sowie die fünf Erdteile zeigen.