Herrenhaus Roddelin

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Herrenhaus Roeddelin Uckermark

Annenwalde

Gelegen im Naturpark “Uckermärkische Seen”, nähert man sich Annenwalde abseits der großen Hauptstraßen. Von Röddelin aus erreicht man Annenwalde über Beutel. Von Densow an der L23 aus, im Norden des Dorfes, erreicht man über eine schattenspendende Lindenallee den kleinen Ort Annenwalde. 2012 war diese Allee zu recht „Allee des Jahres“.

Traufständige, oft reetgedeckte Wohnhäuser in strenger Bauflucht säumen dort zusammen mit alten Linden die Straßen, deren Natursteinpflasterung im Ortskern fast lückenlos erhalten ist. Im Freiraum zwischen Straße und Wohnhäusern schließen sich kleine, mit einheimischen Stauden und Blumen bepflanzte Vorgärten an.

Neben den kleinen eingeschossigen Häusern fällt die turmlose und als klassizistischer Putzbau errichtete Kirche auf. Der Bau dieser Kirche wurde im Jahr 1828 durch einen königlichen Erlass bewilligt. Die Baupläne des Bauinspektors Hermann aus dem benachbarten Zehdenick, prüfte im Jahre 1830 kein geringerer als der Baumeister Karl-Friedrich Schinkel, der damals Mitglied der Königlichen Ober-Bau-Deputation war. Im August 1835 erfolgte dann die feierliche Kircheneinweihung im damals 300 Seelen zählenden Dorf. Aus Kostengründen wurde im Zuge der Bautätigkeiten der Glockenstuhl neben der Kirche aufgestellt . Die Glocke trägt die Inschrift „Anno 1835″.

Heute ist Annenwalde ein touristischer Anziehungspunkt. Neben unberührter Natur, Sehenswertem aus Flora und Fauna wie der Wiederansiedlung der nachtaktiven Biber, der umgebenden Seenlandschaft und der guterhaltenen historischen Bausubstanz im Dorfkern, hat auch die Neuerrichtung der Glashütte am historischen Standort im Jahre 2000 dazu beigetragen. In der Glashütte werden heute Tafelglas für Kirchenfenster, Türen, Bilder oder Schmuck in einer modernen Schmelztechnik hergestellt. Besondere Werke werden im Park des ehemaligen Gutshauses ausgestellt.